Sonntag, 25. Januar 2026

Zwischen Hoffnung und Entscheidung - Ninos schwere Verletzung

Manchmal kommt ein Tier zu uns, bei dem man schon beim ersten Blick weiß: Das wird keine normale Rettung. Das wird ein Kampf. Einer, der weh tut, der teuer wird und bei dem man trotzdem helfen muss. So ist es bei Nino, einem noch jungen Kater, gerade einmal sieben Monate alt.  

Nino will leben

Er wurde in einer Tierarztpraxis in der Umgebung vorgestellt, weil etwas Schreckliches passiert sein muss: Seine rechte Hinterpfote war zertrümmert. Nicht verstaucht, nicht angebrochen, zertrümmert. Und es war nicht nur ein Bruch. Es ist ein offener Bruch. Das bedeutet, dass die Verletzung nach außen offen ist und damit zu den gefährlichsten Formen von Knochenbrüchen überhaupt gehört, weil Keime direkt in die Wunde gelangen und sich im schlimmsten Fall bis in den Knochen fressen können.

offen und verschoben


Ninos zertrümmerte Pfote

Der Besitzer konnte oder wollte die Behandlungskosten nicht übernehmen. Einschläfern stand im Raum, nicht weil Nino keine Chance hätte, sondern weil solche Verletzungen eine Behandlung bedeuten, die man nicht mal eben bezahlt und die konsequent jeden Tag erfolgen muss. Der Tierarzt wollte das nicht akzeptieren und hat uns kontaktiert. Für uns ist klar, wir lassen dieses Leben nicht einfach enden. Ein so junges Leben aufzugeben, nur weil es kompliziert wird, ist für uns keine Option. Wir haben ihn Nino genannt.

Wir haben Nino bei unserem Tierarzt vorgestellt. In der Pfote ist Gefühl vorhanden und sie wird durchblutet. Das sind die wenigen Dinge, an denen man sich bei so einer Verletzung überhaupt festhalten kann. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Tierarzt entschieden: Wir versuchen den Pfotenerhalt, solange es verantwortbar ist. 

Kater Nino ist erst 7 Monate alt

Bei einem offenen Bruch zählt jede Stunde. Schmerzmanagement, Antibiotika, eine gründliche Wundversorgung, Stabilisierung und vor allem engmaschige Kontrollen sind entscheidend. Denn wenn sich die Wunde infiziert oder Gewebe abstirbt, wird es schnell lebensbedrohlich. Genau deshalb wird Ninos Pfote momentan täglich beim Tierarzt versorgt und der Verband jeden Tag gewechselt. 

Nino wartet geduldig beim Tierarzt

Er bekommt Antibiotikum und Schmerzmittel und wir schauen jeden Tag: Schließt sich die Wunde weiter? Bleibt die Durchblutung stabil? Bleibt Gefühl in der Pfote? Oder müssen wir handeln, bevor es zu spät ist? Die Knochen wurden so gut es ging gerichtet und angenähert, damit Stabilität entstehen kann und die Knochen wieder zusammenwachsen können. Aber wir wissen auch: Das ist kein sicherer Weg. Bei einem offenen, zertrümmerten Bruch kann jederzeit alles kippen, trotz bester Versorgung. Wenn sich Nekrosen entwickeln oder sich eine Infektion nicht kontrollieren lässt, müssen wir sofort amputieren. Dann nicht, weil wir aufgeben, sondern weil es die einzige Möglichkeit wäre, Nino am Leben zu halten. Katzen kommen mit drei Beinen erstaunlich gut zurecht, aber es bleibt natürlich ein massiver Einschnitt.

Nino ist zufrieden

Es gibt Hoffnung, aber noch kein Aufatmen. Im Moment sehen wir ein paar Dinge, die uns zuversichtlich sein lassen. Die Wunde schließt sich. Die Heilung läuft aktuell in die richtige Richtung. Nino lässt die Behandlungen geduldig geschehen, genießt die Zuwendung, fühlt sich trotz allem wohl und zeigt das mit Schmusen und Schnurren. Aber wir sind noch ganz am Anfang. Die nächsten Tage und Wochen entscheiden, ob wir die Pfote wirklich retten können.


Bitte helft uns, Nino zu helfen. Ninos Behandlung ist aufwendig: tägliche Fahrten zur tierärztlichen Behandlung, Verbandswechsel, Medikamente, Kontrollen und eventuell weitere Eingriffe. Das kostet viel Geld. Wir schaffen solche Notfälle nur, weil ihr uns helft. Wenn ihr könnt, unterstützt Nino bitte mit einer Spende. Jeder Betrag hilft, die täglichen Tierarztkosten zu tragen und Nino die Chance auf Heilung zu geben.

Nino sagt DANKE