Freitag, 19. August 2022

Schutz von Katzenkindern hat Vorrang

Bei uns wartet eine Vielzahl von Kätzchen auf ein neues Zuhause. Leider können die niedlichen und verspielten Katzenkinder derzeit nicht besucht werden, da in der näheren Umgebung Fälle von Katzenseuche (Parvovirose) aufgetreten sind. 


Die Viren bleiben in der Umwelt sehr lange stabil und werden leicht übertragen. Nicht nur von Katze zu Katze, sondern auch über Gegenstände oder Kleidung ist eine Infektion möglich. Ist die Erkrankung einmal im Bestand, ist eine Ausbreitung kaum zu verhindern. Die Infektionskrankheit ist vor allem für Jungtiere und ungeimpfte Katzen schwerwiegend und lebensbedrohlich. 



Aus diesem Grund werden alle unsere Katzen so früh wie medizinisch möglich gegen diese Todbringende Krankheit geimpft. Bis es soweit ist, halten unsere Betreuer strengste Schutzmaßnahmen ein. Bei jedem Betreten wird die Kleidung gewechselt, ständig wird gereinigt und mit speziellen Mitteln desinfiziert. Diese Maßnahmen erschweren unsere Arbeit sehr, die Versorgung ist teurer und dauert deutlich länger. Dennoch ist dies alles notwendig, denn niemand sollte erleben müssen, wie ihm anvertraute Katzenkinder, gerade noch munter und voller Tatendrang, im nächsten Moment dahinsiechen und sterben. 


Zum Schutz unserer kleinen Fellnasen haben wir uns daher entschieden, dass unsere Kätzchen bis zur vollständig erfolgten Impfung auf Besuch von ihren Adoptiveltern verzichten müssen. Bitte habt Verständnis und Geduld. Wer sich bereits entschieden hat, Kätzchen aus dem Tierschutz ein Zuhause geben zu wollen, kann sich aber gerne schon jetzt mit uns unter vermittlung@tierschutzverein-sternberg.de in Verbindung setzen. Alles Wissenswerte zur Vermittlung der uns anvertrauten Kätzchen kann auch hier und hier nachgelesen werden. 


Wir sind auf finanzielle Hilfen und Sachspenden angewiesen und wären sehr dankbar für jede Unterstützung in dieser schweren Zeit.

Sonntag, 26. Juni 2022

unversorgte Katzenkinder gerettet und vieles mehr

Es ist schon eine Weile her, dass wir über unsere Aktivitäten berichtet haben, aber es war so viel, dass einfach keine Zeit blieb, darüber zu schreiben. Zurzeit kümmern wir uns um ein weibliches Damwild, das sich in einem Zaun verfangen hatte. 

Das Kleine wurde unter schrecklichen Umständen geboren

Während es panisch im Zaun festhing, brachte es ein Kitz zur Welt. Die Mutter wurde befreit, konnte verständlicherweise aber so gar kein Interesse für ihr Neugeborenes aufbringen. Darüber werden wir demnächst noch extra berichten. 

Außerdem haben wir einen Schwan eingefangen und von einem Angelhaken in seinem Schnabel befreit.

Der Angelhaken war fest im Schnabel verankert

An der 1 m langen Angelsehne in seinem Hals hatten sich Nahrungsreste verklumpt, so dass er nicht mehr fressen konnte und ohne Hilfe jämmerlich verendet wäre. 

Einen kleinen blinden Feldhase konnten wir leider nicht retten. Nach anfänglich guter Milchaufnahme und berechtigter Hoffnung starb der Kleine ganz plötzlich. Dies war sehr traurig, zumal wir für ihn bereits ein Zuhause mit anderen Hasen gefunden hatten und Menschen, die sich auf ihn freuten.

Zusätzlich haben wir sehr viele Kastrationen von freilebenden Katzen organisiert, aber leider kam es trotz aller Aufrufe wieder vor, dass wir erst kontaktiert wurden, als Katzenkinder sichtbar waren. Komischerweise kommen viele nicht auf die naheliegende Idee, dass eine freilebende Katze die man so nebenbei mitfüttert, irgendwann auch Junge bekommt und dann zum Fressen mitbringt. 

Und dann mussten wir noch kurzfristig 5 erwachsene Katzen und 10 Kitten aufgrund eines Todesfalls aufnehmen. 




Die genauen Umstände werden noch ermittelt, klar ist bisher nur, dass die Katzen einige Zeit unversorgt waren. Alle 5 erwachsenen Katzen sind klapperdürre, 3 von ihnen sind säugende Mutterkatzen, wobei sie aufgrund ihres schlechten Zustands nicht genügend Milch für ihre Babys haben.



Mit der der Flaschenfütterung und der Versorgung aller unserer Schützlinge sind wir fast rund um die Uhr beschäftigt. Dennoch ist es sehr wichtig, hierüber zu berichten, denn bei der Versorgung brauchen wir unbedingt eure Hilfe. Die Katzenkinder benötigen dringend Aufzuchtmilch und Baby Pate. 


Diese Artikel findet ihr auf unserer Amazon-Wunschliste und wir sagen jetzt schon DANKE.

 

Montag, 11. April 2022

Minischweine suchen dringend artgerechtes Zuhause mit viel Platz zum Wühlen

Der Tierschutzverein Sternberger Seenland e.V. sucht dringend ein Zuhause für 4 Minischweine. Die etwa 5 Monate alten Geschwister Ben, Berta, Frieda und Magda haben wir vor kurzem zusammen mit ihrer Mutter in unsere Obhut genommen, nachdem sie wochenlang hungrig und frierend umhergeirrt sind. 

Mama Mathilda mit ihren 4 Ferkeln

Die ganze Geschichte kann hier nachgelesen werden. Leider war Mutter Mathilda (50 cm, 40 kg) zu diesem Zeitpunkt bereits wieder tragend und hat uns mit kleinen Ferkelchen überrascht. Daher wird nun der Platz knapp und wir suchen händeringend ein Zuhause für die 4 Halbstarken. 

ABER trotz aller Dringlichkeit müssen natürlich die Haltungsbedingungen für unsere Rüssel in ihrem neuen Zuhause stimmen. Es hilft nicht, wenn jetzt reine Stallhaltung oder aus Unkenntnis Wohnungshaltung angeboten wird. Sogenannte „Minischweine“ sind zwar meistens kleiner als Hausschweine, brauchen aber unbedingt eine Rotte, einen großen Auslauf zum Rennen, Toben und Umwühlen, artgerechtes Futter, tierärztliche Versorgung und und und…   

Schweine brauchen Platz um sich wohlzufühlen

Für Informationszwecke können wir die Seite www.schweineleben.de sehr empfehlen. Unser größter Wunsch wäre es, wenn die 4 Geschwister zusammenbleiben könnten. 


Ben ist bereits kastriert, alle sind gegen Rotlauf geimpft und die Ohrmarken sind bestellt. Alle Schweinchen sind handzahm, verspielt und neugierig. Es könnte losgehen. Wo ist das Zuhause, dass sich jedes Schwein wünscht, wo es einfach nur Schwein sein darf – bitte meldet euch und macht unsere Schweinchen für den Rest ihres Lebens glücklich. Sie haben es so sehr verdient.