Montag, 11. April 2022

Minischweine suchen dringend artgerechtes Zuhause mit viel Platz zum Wühlen

Der Tierschutzverein Sternberger Seenland e.V. sucht dringend ein Zuhause für 4 Minischweine. Die etwa 5 Monate alten Geschwister Ben, Berta, Frieda und Magda haben wir vor kurzem zusammen mit ihrer Mutter in unsere Obhut genommen, nachdem sie wochenlang hungrig und frierend umhergeirrt sind. 

Mama Mathilda mit ihren 4 Ferkeln

Die ganze Geschichte kann hier nachgelesen werden. Leider war Mutter Mathilda (50 cm, 40 kg) zu diesem Zeitpunkt bereits wieder tragend und hat uns mit kleinen Ferkelchen überrascht. Daher wird nun der Platz knapp und wir suchen händeringend ein Zuhause für die 4 Halbstarken. 

ABER trotz aller Dringlichkeit müssen natürlich die Haltungsbedingungen für unsere Rüssel in ihrem neuen Zuhause stimmen. Es hilft nicht, wenn jetzt reine Stallhaltung oder aus Unkenntnis Wohnungshaltung angeboten wird. Sogenannte „Minischweine“ sind zwar meistens kleiner als Hausschweine, brauchen aber unbedingt eine Rotte, einen großen Auslauf zum Rennen, Toben und Umwühlen, artgerechtes Futter, tierärztliche Versorgung und und und…   

Schweine brauchen Platz um sich wohlzufühlen

Für Informationszwecke können wir die Seite www.schweineleben.de sehr empfehlen. Unser größter Wunsch wäre es, wenn die 4 Geschwister zusammenbleiben könnten. 


Ben ist bereits kastriert, alle sind gegen Rotlauf geimpft und die Ohrmarken sind bestellt. Alle Schweinchen sind handzahm, verspielt und neugierig. Es könnte losgehen. Wo ist das Zuhause, dass sich jedes Schwein wünscht, wo es einfach nur Schwein sein darf – bitte meldet euch und macht unsere Schweinchen für den Rest ihres Lebens glücklich. Sie haben es so sehr verdient. 


 

Sonntag, 3. April 2022

5 x Schwein gehabt - Mini Schweine im Glück

Ende Februar wurden wir vom Ordnungsamt mit einer besonderen Aufgabe betraut. In einem Dorf im Sternberger Seenland liefen seit ca. 2 Wochen ein Mini Schwein mit vier kleinen Ferkeln umher. Ob ausgebüxt oder ausgesetzt konnten wir nicht beurteilen, den Verlust gemeldet hat jedenfalls niemand. 

noch kleine Ferkel
 

Die Muttersau hat ihre Ferkel noch gesäugt, die Kleinen hatten so gut wie keine Borsten und eine Kältewelle war vorhergesagt. Dennoch dachten einige Menschen nicht daran, dass die Kleinen jämmerlich erfrieren könnten. Wir hätten uns Unterstützung beim Einfangen gewünscht, statt dessen gab es Beschimpfungen und Aussagen wie „Schweine sind dafür bestimmt, von uns gegessen zu werden“. Solche Aussagen waren angesichts einer auf Hilfe angewiesenen Mini Muttersau, die einfach nur irgendwie ihre noch säugenden Jungen durchbringen will, unerträglich. Die Leben dieser 5 Mini Schweine lagen nun in unseren Händen und so versuchten wir, sie einzufangen. Nun ist es nicht so, dass wir irgendwelche Erfahrungen im Schweine fangen hätten, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Mit einen mit Heu ausgestopften Pferdeanhänger, Leckerlies und viel Geduld gelang es uns trotz aller gegenteiligen Prognosen, die Schweine einzufangen. 

endlich eingefangen


Wir waren unendlich erleichtert. Aber wohin nun mit den Mini Schweinen? Leider fand sich niemand, der die Mini Schweine aufnehmen und versorgen konnte, so dass uns trotz fehlender  Erfahrung mit Mini Schweinen nichts anderes übrig blieb, als es selbst zu versuchen. Wir haben uns über Haltung und Fütterung eingelesen, beim Veterinäramt die Haltung der Mini Schweine angezeigt und eiligst Stall und Auslauf gebaut. Wir finden, das ist in so kurzer Zeit gut gelungen, die Schweine fühlen sich sichtlich wohl. Die Mama Mathilda ist glücklich und entspannt, weil sie nicht mehr ständig ihre Ferkel zusammenhalten muss und die Kleinen Ben, Berta, Frieda und Magda tollen ausgelassen miteinander umher. 

angekommen

ein Willkommens-Snack

im eilig eingerichteten Auslauf

es schmeckt
Ferkel Ben ist ein kleiner Eber, dieser wurde bereits kastriert und die aus der Kälte mitgebrachten Blasenentzündungen bei den Ferkel Mädchen Frieda und Berta sind zum Glück auch abgeklungen. Keiner muss hungern oder frieren, aus viel Heu hat die Muttersau im Stall einen sogenannten Kessel gebaut, nachts liegen alle zusammen darin und man sieht weder ein Ohr, noch einen Rüssel, so gut sind sie zugedeckt. Nun, wo die Quarantäne Zeit bald beendet ist, suchen wir ein Zuhause für unsere Rüsselbande. Am liebsten für alle zusammen, denn sie sind ein fester Familienverband und es wäre wunderbar, wenn sie als Rotte zusammenbleiben können. 

Mama Mathilda und ihre Rüsselbande
 

Bitte teilt den Beitrag alle ganz fleißig, damit unsere Mini Schweine zusammen in ein artgerechtes Zuhause ziehen können. Wer bisher keine Erfahrung hat, aber über die Anschaffung von diesen wunderbaren schlauen Tieren nachdenkt, kann sich hier umfassend informieren. 

Schweine sehen wir nicht als Nahrungsmittel, denn sie sind soziale, intelligente und fühlende Wesen mit einem Recht auf Leben. Wer möchte, dass als Haustier gehaltene Schweine nicht als Nutztiere einzuordnen sind, kann hier mit seiner Stimme unterstützen. 

Samstag, 12. März 2022

dringend - jetzt unbedingt noch Katzen kastrieren

Viele von euch wohnen ländlich, in einem Haus mit Garten, vielleicht mit einer eigenen Katze, die ein Freigänger ist und draußen gefüttert wird. Und auf einmal steht noch eine andere Katze am Futternapf, hungrig, aber scheu. 

Und auf einmal ist eine fremde Katze da.

Als tierlieber Mensch wird die Katze natürlich mitgefüttert, das bisschen Futter mehr fällt ja kaum auf. Die Katze gewöhnt sich an das regelmäßige Angebot und erscheint nun täglich zum Fressen. Und dann im April, Mai oder auch Juni kommt die immer noch scheue Katze mit ihrem Nachwuchs, der jetzt langsam auch festes Futter benötigt.


Und dann kommt sie mit Nachwuchs

Eine Katze bringt 3-6 Junge pro Wurf zur Welt

Die erste Reaktion ist häufig: „Das ist nicht meine Katze, ich habe sie nur gefüttert.“ Der Schreck ist groß, denn es ist ein Unterschied, eine Katze mehr zu füttern oder eine wildlebende Population vor der Haustür zu haben, die sich ja auch wieder vermehren, oft schon nach nur einem halben Jahr. Wenn ihr auch eine zugelaufene Katze füttert, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie nicht kastriert ist und ihr auf einmal mit ungewolltem Nachwuchs da steht und nicht wisst, wie nun weiter. Manchmal ist das Elend kaum zu ertragen, denn oft sind die Kätzchen freilebender Mütter sehr krank, haben Katzenschnupfen, stark entzündete Augen oder sind hochgradig verwurmt

durch Katzenschnupfen entzündete Augen, oft folgt Blindheit oder Verlust des Auges

Das alles muss nicht sein. Wenn ihr eine Katze füttert, von der ihr nicht wisst, ob sie kastriert ist, geht davon aus, sie ist es nicht. Wartet nicht, sondern handelt schnell. Wir können auch bei sehr scheuen Katzen helfen, diese einzufangen und zum Tierarzt zu bringen. 

eingefangen zum kastrieren
 

Jedes Jahr aufs Neue kommen Tierschutzvereine an ihre Grenzen, da sie die vielen jungen Kätzchen, häufig krank und unterernährt, kaum noch versorgt und betreut bekommen. Für uns und euch ist es sehr viel leichter und günstiger, eine Katze zu kastrieren, als sich später um ihren Nachwuchs zu kümmern oder mit ansehen zu müssen, wie diese langsam dahinsiechen. Zögert nicht, informiert uns per Mail oder telefonisch, bevor es für dieses Jahr wieder zu spät ist. 

Kastration verhindert Katzenelend

 

 

 

 

 

Sonntag, 6. Februar 2022

Gandalf endlich von Schmerzen befreit

Heute möchten wir euch Neuigkeiten von Gandalf berichten. Obwohl sein Zustand eigentlich immer noch nicht gut genug für eine Zahn-Operation war, haben wir uns aufgrund des schlimmen Zustands von Maul und Zähnen dazu entschlossen, denn so ging es auch nicht mehr weiter. Das dies die richtige Entscheidung war, zeigte sich beim Dentalröntgen, denn dabei wurde ersichtlich, dass Gandalf an FORL (Feline odontoklastisch-resorptive Läsion) erkrankt ist. Hierbei handelt es sich um eine Zahnerkrankung, bei der sich der Zahn und seine Wurzeln von innen her auflösen. Da die Nerven jedoch intakt bleiben, verursacht dies starke Schmerzen bei dem erkrankten Tier. 

Gandalf beim Dentalröntgen

Gandalf hat starke Schmerzen gelitten

Die Erkrankung war bei Gandalf aufgrund der jahrelangen Vernachlässigung weit fortgeschritten, er muss unsagbar gelitten haben. Da sich der weitere Zerfall der Zahnsubstanz nicht verhindern lässt, wurden Gandalf alle Zähne entfernt. Obwohl dies einen großen Eingriff darstellte, war Gandalf am Tag nach der Operation deutlich entspannter und zugänglicher. Der Wundschmerz schien geringer als die Zahnschmerzen, die er zuvor erleiden musste. Wir waren froh, dass Gandalf die Operation überstanden hatte und nun der Heilungsprozess beginnen konnte. 

Gandalf frisst am Tag nach der OP sein Lieblingsfutter

Nach einigen Tagen voller Zuversicht verschlechterte sich Gandalfs Allgemeinzustand jedoch wieder. Er fraß schlecht, wirkte müde und abgeschlagen. Eine Blutuntersuchung ergab eine beginnende Anämie (Blutarmut), die wir auf den kräftezehrenden, aber trotz allem alternativlosen Eingriff zurückführten. Gandalf erhält nun zusätzlich zur Wundheilung auch eine medikamentöse Behandlung gegen die Anämie, die zum Glück angeschlagen hat. Er frisst wieder besser und ist munterer. Generell ist er aber noch nicht so stabil, dass wir uns keine Sorgen mehr machen müssen. Wir können gute Wünsche für ihn, Daumen drücken oder auch ganz praktisch sein Lieblingsfutter gut gebrauchen. Dennoch benötigt er neben der eigentlichen Behandlung auch viel moralischen Zuspruch. Viel zu leicht hört er auch bei kleinen Störungen auf zu fressen und muss zum Weiterfressen erst animiert werden. Wird keine ihm ausreichende Beachtung zu teil, fühlt er sich schnell ungeliebt und zieht sich zurück. Gandalf wirkt auf uns, als müsste er sich immer wieder vergewissern, dass er gemocht wird. Hat er dieses Gefühl nicht, gibt er auf, als ob er befürchtet, auch dieses Zuhause sowieso wieder zu verlieren. 

Gandalf braucht ganz viel Zuwendung

Wir hoffen sehr, dass es uns gelingt, Gandalf wieder gesund zu pflegen und ihm zusätzlich auch Lebensmut und Selbstbewusstsein zurück zu geben. Ganz lieben Dank an alle, die uns bei dieser Aufgabe schon unterstützt haben. Ohne unsere gemeinsamen Anstrengungen hätte Gandalf keine Chance gehabt und wäre einsam und unter Schmerzen gestorben. DANKE, dass ihr das mit uns zusammen verhindert habt.