Donnerstag, 2. April 2020

unfassbare Tierquälerei



Gestern erreichte uns ein Notruf aus Demen. Dort wurde ein Kater gesichtet, an dessen Hals man ein Stück Draht sehen konnte. Genaueres konnte man nicht feststellen, da der Kater sehr scheu war. Um ihm helfen zu können haben wir daher eine Falle aufgestellt und mit leckerem Futter bestückt.
Da Hilfe dringend notwendig war und damit andere Katzen aus Neugier nicht die Falle blockierten, baten wir die Nachbarn, ihre Katzen im Haus zu lassen. Alle von uns Angesprochenen hatten Verständnis und kamen der Bitte nach. Sehr spät abends kam dann der erlösende Anruf einer Anwohnerin. Der Kater war in der Falle. 

Der Kater in der Falle, ein Stück Draht ragt aus dem Fell.

Wir sind sofort losgefahren, um ihn abzuholen. In unserer Pflegestation angekommen konnten wir sehen, dass sich eine Schlinge aus Draht um den Hals des Katers zog. Wie tief diese eingeschnitten war, konnten wir nicht feststellen, da der Kater sich heftig gegen seine Gefangenschaft wehrte. Heute früh ging es dann sofort zum Tierarzt, wo er für die weitere Behandlung narkotisiert wurde. Es bestätigte sich, dass eine komplett geschlossene Drahtschlinge um den Hals des Katers geschnürt war. Der Draht hatte sich stellenweise tief in die Haut geschnitten und war so eng, dass der Kater kaum noch Luft bekommen konnte. Der Tierarzt durchtrennte den Draht und versorgte die Schnittwunden. Da die Narkose noch ausreichend wirkte und die Prognose gut war, wurde der Kater auch gleich kastriert.

Der Draht wird unter Narkose entfernt

 Dass der Kater überlebt hat war pures Glück, denn die Schlinge um den Hals war extrem eng, betrug nur 3 cm! Lange hätte er das nicht mehr ausgehalten. Der arme Kerl muss unfassbar gelitten haben. Angesichts dieser Misshandlungen, mit dem eindeutigen Ziel, ein Tier zu Tode zu quälen, haben wir eine Strafanzeige wegen Tierquälerei erstattet. Wer hierzu Hinweise geben kann, meldet sich bitte bei der Polizeidirektion Sternberg oder auch bei unserem Tierschutzverein, damit derjenige, der dem Kater dies angetan hat, zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Der Draht hat sich in die Haut geschnitten

Der Kater erholt sich nun auf unserer Quarantänestation, da seine Wunden verheilen müssen und er noch mit Schmerzmitteln und Antibiotika versorgt werden muss. Als freilebender, nicht zahmer Kater, müssen wir ihn nach seiner Genesung aber wieder in die für ihn gefährliche Umgebung entlassen und können nur hoffen, dass er noch vorsichtiger gegenüber Menschen wird, denn dass seine Scheu berechtigt ist, hat sich schmerzlich bestätigt.

Von dieser Drahtschlinge wurde der Kater befreit.

Solch eine Hilfe wie für diesen Kater können wir nur leisten, wenn wir durch tierliebe Menschen unterstützt werden. Bitte helfen auch Sie mit, dass wir weiter für gequälte und geschundene Tiere da sein können. Auch und gerade in diesen unsicheren Zeiten dürfen wir hilflose Tiere nicht sich selbst überlassen. Auf unserer Spendenseite finden Sie verschiedene Möglichkeiten, uns zu helfen. Wir sind sehr dankbar für jede Hilfe!















Montag, 16. März 2020

Kastration wildlebender Katzen - wir wollen helfen


Wildlebende Katzen führen ein hartes Leben. Es ist ein ständiger Überlebenskampf gegen Krankheiten, Kälte und Unterernährung. Revierkämpfe führen zu Wunden und Verletzungen. Ältere und schwächere Tiere siechen teilweise über Wochen dahin. Trotz aller Widrigkeiten vermehren sich die Tiere unkontrolliert über das ganze Jahr, denn dadurch gleicht die Natur die hohe Sterblichkeitsrate aus. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt nach nur vier Jahren in die Tausende, Todesfälle des Nachwuchses bereits eingerechnet.

Die häufigen Trächtigkeiten zehren die Katzenmütter aus. Haben sie nicht genügend Milch, sterben die kleinen Katzen einen grausamen Hungertod. Oftmals leidet der Nachwuchs an Katzenschnupfen oder anderen Infektionskrankheiten, die zu Missbildungen und Blindheit führen können und teilweise nach langer Quälerei tödlich enden.


hungrig und hilflos

Dies alles muss nicht sein. Wir Menschen können dieses sinnlose Leid beenden, wenn jeder seine Katze kastrieren lässt, denn die Streuner sind ehemalige verwilderte Hauskatzen und ihre Nachkommen.

Kastrationen helfen gegen unkontrollierten tausendfachen Nachwuchs. Bitte informiert uns, wenn ihr Kenntnis von unkastrierten, in Gartenanlagen, Industriebrachen oder landwirtschaftlichen Betrieben wildlebenden Katzen im Sternberger Seenland habt. Wir möchten versuchen, das Elend der wildlebenden Katzen zu mindern.

Wird dieses Katzenkind überleben?