Freitag, 20. März 2026

Endlich in Sicherheit – Kater Karlo musste viel zu lange leiden

Wie lange dieser rot weiße Kater einfach nur irgendwie überlebt hat, wissen wir nicht. Nicht versorgt, nicht behandelt, nicht gerettet, nur mit ein bisschen Futter am Leben gehalten. Während sein Zustand immer schlechter wurde, kämpfte Karlo Tag für Tag ums Überleben. Auf dem Schweriner Dreesch wurde er seit 6 Monaten immer wieder von Anwohnern gesehen. Schon von Weitem war erkennbar, dass es ihm sehr schlecht ging: Karlo war stark abgemagert, hatte zahlreiche Wunden am Körper und befand sich in einem erschütternden Zustand. Doch er war nicht zahm. Niemand kam damals nah genug an ihn heran, um wirklich zu erfassen, wie schlimm es um ihn stand. Als wir schließlich von ihm erfuhren, versuchten wir, ihn zu sichern. Zum Glück gelang es, Karlo in unsere Obhut zu nehmen. Erst dann wurde sichtbar, was dieser Kater all die Zeit ertragen hatte. Nicht nur die vielen Verletzungen erschütterten uns, sondern auch seine massiv entzündeten Augen und ein so starker Maulgeruch, dass sofort klar war, auch im Maulbereich musste er unter erheblichen Schmerzen leiden.

Karlo ging es sehr schlecht.

Schnell brauchte er tierärztliche Hilfe. Seine stark entzündeten Augen mussten behandelt werden, die Ursache waren sogenannte Rolllider. Dabei rollen sich die Lider nach innen, sodass die Haare ununterbrochen auf der empfindlichen Hornhaut reiben. Das bedeutet Schmerzen, Reizungen und Entzündungen, jeden einzelnen Tag seines Lebens. Zeitgleich musste ein fauliger Eckzahn entfernt werden. Auch seine übrigen Verletzungen passten zu dem Bild, das man bei unkastrierten Straßenkatern leider nur zu gut kennt: Kämpfe, Bisse, Entzündungen, Stress und ein Leben, das geprägt ist von Schmerz und ständiger Unsicherheit. Wäre Karlo früher kastriert worden, wäre ihm womöglich wenigstens ein Teil dieses schweren Weges erspart geblieben. Deshalb wurde er nun selbstverständlich ebenfalls kastriert. 

Karlo nach der Rollid-Operation.

Danach durfte Karlo erst einmal ankommen. Zur Ruhe kommen. Fressen. Schlafen. Einfach sicher sein. Vertrauen fassen, zahm und verschmust werden. Doch damit war es nicht getan. Nach einer ersten Erholungsphase stand noch eine umfangreiche Zahnsanierung an. Denn schlechte Zähne sind bei Katzen ein großes Problem. Sie bedeuten oft massive Schmerzen, erschweren die Futteraufnahme und belasten auf Dauer den ganzen Körper. Wie lange Karlo schon mit diesen Schmerzen leben musste, möchte man sich kaum vorstellen.

Eine weitere OP war notwendig.

Heute ist Karlo nicht nur in Sicherheit. Endlich muss er nicht mehr frieren, kämpfen, hungern und leiden. Endlich wird er versorgt. Endlich hat jemand hingesehen und gehandelt. Noch wird er weiter gepäppelt, noch ist sein Weg nicht ganz zu Ende, aber der wichtigste Schritt ist geschafft: Karlo ist raus aus dem Elend. Wenn man Karlo heute ansieht, dann weiß man, dass er viel zu lange auf Hilfe warten musste. Man weiß auch, dass Tiere wie er ohne Hilfe kaum eine Chance haben. Sie leiden still. Sie verschwinden irgendwo am Rand. Und oft wird erst sehr spät erkannt, wie groß ihr Schmerz tatsächlich war.

Doch Hilfe wie diese kostet viel Geld. Sehr viel Geld.
Mehrere Operationen, Untersuchungen, die Behandlung der Augen, die Zahnsanierung, Medikamente und die weitere Versorgung müssen bezahlt werden. Für einen einzelnen Kater ist das schon ein großer Aufwand – für einen Tierschutzverein wie uns, der immer wieder solche Notfälle aufnimmt, ist es eine enorme Belastung.


 

Karlo fühlt sich wohl.

Bitte helft uns.
Bitte helft uns, die Kosten für seine Behandlungen zu tragen. Jeder Euro zählt. Jede Spende hilft. Und jede Unterstützung entscheidet mit darüber, ob wir auch beim nächsten schwer verletzten oder kranken Tier sofort handeln können.

Karlo hatte Glück. Viel zu spät, aber noch rechtzeitig.
Andere Tiere haben dieses Glück nur, wenn Menschen bereit sind zu helfen.